Umbebenennung

Am 18. September 2018 hat die Gemeinde eine Namens- und entsprechende Satzungsänderung vorgenommen. Der bisherige Name „Freireligiöse Gemeinde Berlin e.V. gegr. 1845 - Freigeistige Gemeinschaft“ wurde geändert.

Der neue Name lautet "Freigeistige Gemeinschaft Berlin e.V. gegr. 1845 - Freireligiöse Gemeinde“.

Unser Verein möchte damit seinen Zweck und sein Anliegen klarer im Titel nennen. Wir sind ein Verein, eine konfessionsfreie Gemeinschaft bzw. Gemeinde. Die Tradition des Begriffs freireligiös ist nicht ohne Erklärung zu erschließen. Wir pflegen sie, weshalb sie im Untertitel erhalten bleibt. Aber unser Streben nach Freiheit des Geistes, nach einem Denken ohne Dogmen ist mit dem neuen Namen allgemeinverständlicher, und das zählt.


Neuer Vorstand | gewählt am 18. September 2018

Vorsitzende | Anne-Kathrin Pauk
Stellvertretende Vorsitzende | David Driese & Andreas Bauch

Der Verein dankt der langjährigen Vorsitzenden Anke Reuther, die die Restitution des Vereinsbesitzes, vor allem des historischen Friedhofsparks, mit ihrem Einsatz erkämpft hat. Sie wird der Gemeinde weiter vebunden bleiben. Die Mitgliederversammlung hat sie gebeten, künftig das wertvolle historische Archiv zu betreuen und für die aktuelle Arbeit nutzbringend auszuwerten. Dieser Teil der Geschichtsarbeit ist dem neuen Vorstand ein wichtiges Anliegen.

 

Ida Altmann Bronn


Ida Altmann-Bronn
Freireligiöse Lehrerin, Freidenkerin, Gewerkschafterin, Schriftstellerin

Skizzen eines Lebens, dargestellt von Johannes Nebmaier
 

Bisher gehört Ida Altmann leider nicht zu jenen Persönlichkeiten, die in der deutschen historischen Literatur eine besondere Aufmerksamkeit erfahren haben. Johannes Nebmaier, der Autor der vorliegenden Publikation, ist ein Nachfahre der Familie Altmann. In seinem persönlichen Archiv befinden sich zahlreiche Dokunente (Briefe, Polizeidokumente), auf deren Grundlage hier erstmals Lebensstationen und Befindlichkeiten Ida Altmanns, aber auch ideelle und politische Zusammenhänge der freigeistigen, der gewerkschaftlichen und der sozialdemokratischen Bewegung in den Jahren nach 1890 besser verständlich werden.

Und natürlich wird auch das Verhältnis Ida Altmanns zu ihrem Lebensgefährten und späteren Ehemann, Jegor Bronn, sowie ihr Engagement für die Unterstützung jüdischer Schriftsteller in den letzten Jahren der Weimarer Republik und am Beginn der Nazi-Herrschaft in Deutschland dargestellt.



 Bestellanfragen senden Sie bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


 



Im Lukas Verlag erwerben: 

Der Pappelfriedhof in Prenzlauer Berg
Eine kleine Berliner Stadt-Geschichte


Autorin: Christiane Baumann
Erschienen im 
Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte - 2016
ISBN: 
978-3-86732-226-3
 

In der Pappelallee in Berlin - Prenzlauer Berg gibt es mit dem Friedhofspark der Freireligiösen Gemeinde nicht nur ein Stück Grün in der Stadt zu entdecken, sondern Spuren einer langen Geschichte. Von den meisten der hier seit 1848 Beerdigten kennen wir nur die Namen, von einigen aber wissen wir mehr. Bei näherem Hinschauen werden Querverbindungen und Bezüge sichtbar, die weit über Berlin hinausreichen: zu Personen und Debatten aus Religion, Kultur und Politik im deutschsprachigen Raum des 19. Jahrhunderts.

Die Gemeinde der Berliner Freireligiösen, 1845 im Vorfeld der Revolution entstanden, wandelte sich früh von einer deutsch-katholischen zu einer freien Gemeinde für Dissidenten und Abtrünnige beider christlichen Kirchen und des Judentums. Religionskritik, Gemeinschaftssinn und Bildungsdrang sind seit je wichtige Säulen ihres Selbstverständnisses und Wirkens. Anfangs noch gutbürgerlich geprägt, waren nach 1848 vor allem Handwerksmeister, Ladenbesitzer und Kleinbürger aktiv; zunehmend traten auch einfache Arbeiter mit ihren Familien bei. Zu Zeiten des Sozialistengesetzes fanden Lassalleaner und die Anhänger der jungen Sozialdemokratie hier ihre Ersatzkirche – zeitgleich zum Bau der Arbeiterquartiere im nahen Umfeld des Friedhofs. Legendär ist der enorme Bildungshunger der Freireligiösen. Das Pathos, mit dem dieser Wissensdrang einherging, mag heute seltsam anmuten. Der Impuls dahinter jedoch ist ein urdemokratischer, dessen Vorgeschichte unsere eigene ist.
 

 



Schafft hier das Leben gut und schön,
Kein Jenseits ist, kein Aufersteh'n.
 

Freigeistige Gemeinschaft Berlin e.V. gegr. 1845 | Freireligiöse Gemeinde

Zentrum zur Erforschung der Freireligiösen Bewegung | Präsenzbibliothek | Archiv |
Friedhofspark | Kulturhistorischer Erinnerungsort
 

Die Freigeistige Gemeinschaft Berlin ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg 95VR2216Nz 
registriert, gemäß Artikel 140 GG den Kirchen gleichgestellt und als gemeinnützig anerkannt.
 

Religion ohne Dogma | Religion ohne Kirche
Unser Spektrum: Vom Pantheismus bis zum Atheismus
Unser Prinzip: Humanität und Toleranz