◊ Neuerscheinungen! ◊




Ida Altmann-Bronn
Freireligiöse Lehrerin, Freidenkerin, Gewerkschafterin, Schriftstellerin

Skizzen eines Lebens, dargestellt von Johannes Nebmaier
 

Bisher gehört Ida Altmann leider nicht zu jenen Persönlichkeiten, die in der deutschen historischen Literatur eine besondere Aufmerksamkeit erfahren haben. Johannes Nebmaier, der Autor der vorliegenden Publikation, ist ein Nachfahre der Familie Altmann. In seinem persönlichen Archiv befinden sich zahlreiche Dokunente (Briefe, Polizeidokumente), auf deren Grundlage hier erstmals Lebensstationen und Befindlichkeiten Ida Altmanns, aber auch ideelle und politische Zusammenhänge der freigeistigen, der gewerkschaftlichen und der sozialdemokratischen Bewegung in den Jahren nach 1890 besser verständlich werden.

Und natürlich wird auch das Verhältnis Ida Altmanns zu ihrem Lebensgefährten und späteren Ehemann, Jegor Bronn, sowie ihr Engagement für die Unterstützung jüdischer Schriftsteller in den letzten Jahren der Weimarer Republik und am Beginn der Nazi-Herrschaft in Deutschland dargestellt.



 


 



Im Lukas Verlag erwerben: 

Der Pappelfriedhof in Prenzlauer Berg
Eine kleine Berliner Stadt-Geschichte


Autorin: Christiane Baumann
Erschienen im 
Lukas Verlag für Kunst- und Geistesgeschichte - 2016
ISBN: 
978-3-86732-226-3
 

In der Pappelallee in Berlin - Prenzlauer Berg gibt es mit dem Friedhofspark der Freireligiösen Gemeinde nicht nur ein Stück Grün in der Stadt zu entdecken, sondern Spuren einer langen Geschichte. Von den meisten der hier seit 1848 Beerdigten kennen wir nur die Namen, von einigen aber wissen wir mehr. Bei näherem Hinschauen werden Querverbindungen und Bezüge sichtbar, die weit über Berlin hinausreichen: zu Personen und Debatten aus Religion, Kultur und Politik im deutschsprachigen Raum des 19. Jahrhunderts.

Die Gemeinde der Berliner Freireligiösen, 1845 im Vorfeld der Revolution entstanden, wandelte sich früh von einer deutsch-katholischen zu einer freien Gemeinde für Dissidenten und Abtrünnige beider christlichen Kirchen und des Judentums. Religionskritik, Gemeinschaftssinn und Bildungsdrang sind seit je wichtige Säulen ihres Selbstverständnisses und Wirkens. Anfangs noch gutbürgerlich geprägt, waren nach 1848 vor allem Handwerksmeister, Ladenbesitzer und Kleinbürger aktiv; zunehmend traten auch einfache Arbeiter mit ihren Familien bei. Zu Zeiten des Sozialistengesetzes fanden Lassalleaner und die Anhänger der jungen Sozialdemokratie hier ihre Ersatzkirche – zeitgleich zum Bau der Arbeiterquartiere im nahen Umfeld des Friedhofs. Legendär ist der enorme Bildungshunger der Freireligiösen. Das Pathos, mit dem dieser Wissensdrang einherging, mag heute seltsam anmuten. Der Impuls dahinter jedoch ist ein urdemokratischer, dessen Vorgeschichte unsere eigene ist.
 

 



Schafft hier das Leben gut und schön,
Kein Jenseits ist, kein Aufersteh'n.
 

Freireligiöse Gemeinde | Freigeistige Gemeinschaft Berlin e.V. gegr. 1845 

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Friedhofspark | Kulturhistorischer Erinnerungsort
 

Die Freireligiöse Gemeinde Berlin ist beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg 95VR2216Nz 
registriert, gemäß Artikel 140 GG den Kirchen gleichgestellt und als gemeinnützig anerkannt.
 

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